Sonntag, 15. April 2012

Steve Job's last words were "Oh wow. Oh wow. Oh wow."


Seitdem ich Eine wie Alaska gelesen habe, erinnere ich mich immer öfter an die letzten Worte von Menschen, bevor sich unsere Wege trennten. Nicht durch Tod, sondern durch Dummheit, durch Fehler und Abschied, wenn auch nur für einen Tag. So waren meine letzten Worte an R, kurz bevor ich neben seinem Bild auf Kontakt ignorieren geklickt habe: Nein, ich habe keinen Mp3 Player für dich. Du brauchst dich auch nie wieder zu melden. Die letzte Frage an F war: Was passiert jetzt mit uns? Und Daisy hat gesagt: Dein Armband ist kaputt gegangen. Ich brings dir mal irgendwann mit. bevor sie nach dem Fußballtraining ins Auto gestiegen ist und für eine Woche verschwand. Die letzten Worte des Schmuckdesigners  der hinten im Büro meiner Oma seine neueste Kollektion an Ketten präsentierte, an mich, waren: "Mach's gut!", bevor er dann seinen Kaffee abstellte, seinen riesigen Koffer packte und verschwand. Machs gut. Machs gut, im Sinne von "Stell keine Scheiße an. Pass auf dich auf. Du schaffst das." So schöne Worte, über die ich danach noch lange nachdenken musste. Er war sehr nett. Er hat mich verabschiedet, obwohl ich die ganze Zeit nur auf dem harten Stuhl im Mitarbeiterpausenraum saß, meine Coladose zerdrückt habe und über eine Verkäuferin namens Nadja grinsen musste, die sich Hals über Kopf in ihn verknallt hat. Es war so offensichtlich. Und als er schnell nach draußen verschwand, um in seinem Auto einen Lieferschein zu holen, hat sich Nadja zu einer Kollegin gedreht und gequietscht: "Seine Frau ist 28! Nur zwei Jahre älter als ich!", um sich dann wieder zu ihm zu wenden, und sich seine neueste Kreation um den Hals legen zu lassen. Die Ketten waren echt hässlich. Und für 19,95€ auch ziemlich teuer. Aber der Vertreter war nett. Und er sah gut aus, für sein Alter. Kein Wunder, dass sich Nadja in ihn verschossen hat. Seine letzten Worte an sie und ihre Kollegin waren: "Ich gehe jetzt ins Reisebüro und buche unseren Flug in die Karibik. Was haltet ihr davon?". Und Nadjas letzte Worte waren dann: "Oh ja! Davon darf dann aber deine Frau nichts erfahren .." und der Designer hat gelacht, seine restlichen Ketten in den Koffer geworfen und diese zwei herzlichen Worte zu mir gesagt. Machs gut.

6 Kommentare:

  1. Also erstmal doanké.
    zweitens liebe ich diesen text und werde ihn nochmal lesen. ich liebe solche gedanken.

    // ich schwöre bei gott, wenn ich jemals in bayern bin werde ich dich finden und knuddeln kommen. "Sorry, das sind die Regeln."

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  2. Danke für dein Kommentar!
    Na da bin ich ja froh ich hoffe einfach, dass die Writer zur Besinnung kommen und sie wieder zusammen kommen ...

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  3. Ich mach das auch immer :D Also dass mit den letzten Worte genauso wie du! Und auch wegen Eine für Alaska! Du bist der erste Mensch den ich "treffe" (mir ist kein besseres Wort eingefallen, weil ich fand lesen irgendwie dumm. Du bist ja kein Buch oder so. Ich rede schon wieder Schwachsinn.)
    Echt lustig.(:

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  4. 'Eine wie Alaska' hat mich irgendwie in sone verwirrte Stimmung gestürzt.

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  5. Es hat mich dazu gebracht, über alles nachzudenken, noch mehr als sonst.

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  6. ich liebe deine texte
    sie sind bezaubernd!

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Wenn du es doch tust, werde ich dich leider erschießen müssen. Sorry, das sind die Regeln.